|
Irgendwie ist jeder Mensch anders Jugendseminar in den Herbstferien auf Spiekeroog kam wieder sehr gut an! 22 Jugendliche im Alter von 14-17 Jahren, fanden sich zusammen zum alljährlichen Seminar der Evangelischen Jugend der Auferstehungskirche Surheide auf dem Ev. Jugendhof Spiekeroog. Sie erlebten, diskutierten und sprachen darüber wie es ist, „Irgendwie Anders“ zu sein – so das Motto des Seminars, welches u.a. durch das Amt für Jugend und Familie der Stadt Bremerhaven gefördert wurde. Geleitet wurde das Seminar von Miriam Borutta, Michèle Tietje und Joachim Neumann-Borutta. Nach eine Kennlern- und Anwärmphase am ersten Tag gestalteten die Teilnehmer einen persönlichen Steckbrief von sich. Nachdem spontan mit verbundenen Augen das Gesicht des Gegenübers gezeichnet wurde fügten diese ihrem Steckbrief persönliche Eigenschaften, das Ergebnis eines Persönlichkeitstests und eine bildliche Darstellung der Namensbedeutung hinzu. Im Anschluss daran beschäftigten sich die Jugendlichen mit ihrer Vergangenheit. Sie gestalteten einen Fluss, dessen Bahn ihre Vergangenheit mit allen Höhen und Tiefen darstellte. Annalia Döhle (15) ist dabei bewusst geworden, wie sehr ihr bisher Erlebtes sie in ihrer Persönlichkeit beeinflusst hat. Der nächste Tag gestaltete sich durch eine Auseinandersetzung mit eigenen und uneigenen Eigenschaften, die nicht immer den eigenen Vorstellungen entsprechen. Dem Thema fortführend diskutierten die Teilnehmer in nach Geschlechtern aufgeteilten Gruppen über die Eigenschaften und Eigenarten des eigenen sowie des anderen Geschlechts. „ Vor allem fand ich interessant, wie wir Mädchen uns selbst eingeschätzt haben und zum Beispiel, dass wir einfühlsam sind, multi-taskingfähig und oft auch eitel sind! Gut zu wissen war außerdem auch wie die Jungs über Mädchen denken, uns einschätzen und wo die Parallelen liegen “ sagte Ayla Dade (16). Nachmittags gab es Kooperationsspiele zwischen den Seminar-Teilnehmern und der Konfirmanden der gleichzeitig stattfindenden Freizeit der Auferstehungskirche Surheide. Niklas Haerting (14) fand: “Gerade weil wir so viele waren, haben die Spiele sehr viel Spaß gemacht. Durch das Vermischen der Gruppen haben wir die jüngeren Freizeitteilnehmer besser kennen gelernt und konnten uns bei Spielen wie „Korkensuchen“ oder „Wurzelziehen“ richtig auslassen.“ Durch den Film „Der Besuch“, habend die Teilnehmer erkannt, dass in der Geschichte der Kirche auch Menschen vorkamen, die „irgendwie anders...“ waren. Jesus z.B. konnte aus Wasser Wein machen, hat sich für von der Gesellschaft Ausgeschlossene stark gemacht und konnte Wunder vollbringen. Ein Tag war ganz dem Motto „Sinne erleben“ gewidmet. „ Mit verbundenen Augen einen Parcours zu durchqueren und als Hilfe lediglich ein richtungsweisendes Band zur Verfügung zu haben ist gar nicht so leicht. Wenn ein Sinn oder mehrere nicht mehr zur Verfügung stehen, müssen diese durch andere Sinne kompensiert werden. Dass dies nicht so einfach ist, konnten die Teilnehmer durch verschiedene prakltische Übungen lernen. Zum Abschluss galt es sich dann, dem Thema „Zukunft“ zu widmen. Die Jugendlichen konnten sich einen Plan erstellen für die nächsten zwei Jahre oder sich auch eine Vorstellung von ihrem weiteren Lebensverlauf machen. Dabei wurde deutlich, dass sich einige schon sehr stark mit ihre Zukunft auseinander gesetzt haben. Manche jedoch noch keine Vorstellung davon haben wie es nach der Schule weiter gehen soll. So ein Seminar ist immer wieder eine spannende Sache und jeder kann für sich entscheiden, welche Erinnerungen und Gedankengänge er mitnehmen möchte und welche er auf der Insel lässt. Miriam Borutta (23) Joscha Gäth (17) Stefanie Schwanitz (16) Tobias Keschke (16) |
geschrieben am 30.11.2010